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Kommunen brauchen rund 16.500 zusätzliche Sozialwohnungen

Blick auf Sozialwohngebäude in der Saalfelder Straße in Leipzig. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Blick auf Sozialwohngebäude in der Saalfelder Straße in Leipzig. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Sachsens Kommunen brauchen bis 2025 rund 16.500 zusätzliche Sozialwohnungen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums für Regionalentwicklung auf eine Anfrage der Abgeordneten Juliane Nagel (Linke) hervor. Nach Angaben der Stadtverwaltungen braucht demnach allein Dresden in diesem Zeitraum 10.000, Leipzig 5240 und Chemnitz 1200 Sozialwohnungen. In Leipzig entstanden in den vergangenen sechs Jahren aber lediglich 2000 Wohneinheiten, in Dresden kamen im vergangenen Jahr nur 122 Wohnungen dazu, wie Nagel am Dienstag mitteilte.

Das Landesbudget für die soziale Wohnraumförderung müsse erhöht werden, damit mehr Wohnungen gebaut und die Sozialbindungen länger laufen könne, betonte Nagel. Zudem forderte sie eine Überarbeitung der Förderrichtlinie, um den gestiegenen Bau- und Erwerbskosten Rechnung zu tragen. Der Sozialwohnungsbau in Sachsen läuft schleppend und müsse endlich beschleunigen werden, betonte Nagel.

Das zuständige Ministerium hatte Mitte März mitgeteilt, dass sich der Bestand an Sozialwohnungen in Sachsen nach zuletzt stagnierenden Zahlen wieder etwas erholt habe. Ende 2021 gab es demnach 12.083 solcher Wohnungen, 2017 waren es 11 623. Von 2017 bis Ende 2021 wurden insgesamt 2430 Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung gefördert.

Zwischen 2015 und 2019 war die Zahl der Sozialwohnungen in den östlichen Bundesländern um knapp 43 Prozent gesunken. Bei Sozialwohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen.

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