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Wetter-Schadensbilanz: Niedrigwasser und glatte Straßen

13.12.2018 von

Foto: dpa / Ralf Hirschberger

Langanhaltende Trockenheit und extreme Glätte haben Sachsen im zu Ende gehenden Jahr besondere Wetterschäden beschert. Das geht aus dem Schadensrückblick des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Ab Juni musste auf der Elbe um Dresden die Schifffahrt wegen Niedrigwasser eingestellt werden. Einige Badeseen wurden gesperrt, da mit warmem Wetter giftige Blaualgen zur Gefahr wurden.

In anderen Teilen des Freistaates sorgte Starkregen für zahlreiche Überschwemmungen. In Markneukirchen im Vogtland und Königswalde (Erzgebirgskreis) etwa überspülten Schlamm und Geröll Straßen, die A14 wurde nahe Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) sogar wegen Überflutung gesperrt. Ende Juli hieß es in Königswalde Kopf einziehen: Es fielen bis zu vier Zentimeter große Hagelkörner vom Himmel.

Einige Camper bekamen nasse Füße, als in Bernsdorf (Landkreis Bautzen) ein Campingplatz überflutet wurde. In Grünhain (Erzgebirgskreis) wurden zwei Frauen von einem Baum verletzt, der auf ihr Zelt fiel. Eine Schlammlawine in Lößnitz (Erzgebirgskreis) schwemmte Erde und Geröll auf Straßen, so dass sich dort eine bis zu 15 Zentimeter dicke Schicht bildete. Sturmtief «Fabienne» ließ im September im Vogtland und Erzgebirge die Lichter ausgehen, nachdem zahlreiche Strommasten umgeknickt waren.

Der erste Wintereinbruch mit Glätte führte im November zu zahlreichen Unfällen bei Dippoldiswalde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge). Unter anderem verlor eine Autofahrerin die Kontrolle und rutschte einen Waldhang hinunter. Im Erzgebirge konnten keine Lastwagen und Busse verkehren und kräftige Windböen im Landkreis Sächsische Schweiz ließen Bäume auf Dächer stürzen.

Der DWD zieht einmal im Jahr Bilanz über deutschlandweite Schäden durch extreme Wetterlagen. In diesem Jahr fielen in der Bundesrepublik vor allem die starke Trockenheit und Fälle von extremen Niederschlägen auf. Über 30 000 Mal gab der DWD in diesem Jahr eine Wetterwarnung heraus.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Ralf Hirschberger

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