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Ein glücklicher OB

Zur Verabschiedung des Kamenzer Oberbürgermeisters Roland Dantz (r.) bringen ihm die Mitglieder des Männergesangsvereins Kamenz-Jesau das Ständchen „Schön war die Zeit“ zu Gehör. Auch der künftige OB Michael Preuß (2.v.r.) ist dabei zugegen. Foto: Matthias Stark
Zur Verabschiedung des Kamenzer Oberbürgermeisters Roland Dantz (r.) bringen ihm die Mitglieder des Männergesangsvereins Kamenz-Jesau das Ständchen „Schön war die Zeit“ zu Gehör. Auch der künftige OB Michael Preuß (2.v.r.) ist dabei zugegen. Foto: Matthias Stark

Die Verabschiedung von Roland Dantz als Oberbürgermeister von Kamenz ist ein bewegender Moment voller Dankbarkeit und Anerkennung. Nach 21 erfolgreichen Jahren übergibt er die Stadt in Bestform an seinen Nachfolger.

Die Zahl der Gratulanten, die ins Kamenzer Rathaus zur Verabschiedung von Oberbürgermeister Roland Dantz gekommen sind, ist beeindruckend. Neben Bürgermeister- und Oberbürgermeisterkollegen aus Dresden, Görlitz und Nachbarstädten wie Königsbrück sind auch die Sächsische Justizministerin Prof. Constanze Geiert, der Landrat des Landkreises Bautzen, Udo Witschas, die Beigeordneten Dr. Romy Reinisch und Jörg Szewczyk sowie die Landtagsabgeordnete Elaine Jentzsch und das Mitglied des Deutschen Bundestages, Karsten Hilse, zum Festakt anwesend und sprechen Grußworte.


Auch der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (r.) ist beim Festakt anwesend und überbringt OB Roland Dantz den Dank der Landeshauptstadt. (Foto: M. Stark)

Für Roland Dantz ist es ein bewegender Augenblick, angesichts der vielen Bürgerinnen und Bürger, die ihm Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aussprechen wollen. Angemeldet sind rund 250 Menschen, gekommen sind deutlich mehr. Das ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Roland Dantz während seiner 21-jährigen Amtszeit für die Lessingstadt viel Gutes bewirkt hat. Für den scheidenden Oberbürgermeister ist auch die Anwesenheit seines Vaters und seiner Ehefrau berührend. Er dankte seiner Frau mit einem Blumenstrauß für ihre langjährige Unterstützung.

In den Grußworten der Gratulanten kommt zum Ausdruck, dass Roland Dantz während seiner Amtszeit stets ein Teamplayer gewesen ist. Was ihn auszeichnet, sei sein großes Fachwissen, stellt Jörg Szewczyk fest. Für Karsten Hilse ist der scheidende OB ein wichtiger Mensch für die Stadt Kamenz. Er habe den Mut gehabt, auch kritische Veranstaltungen zu organisieren und zu moderieren. Er wünsche sich, dass an der Tradition des Forstfestes festgehalten werde, es sei einmalig in Deutschland.

Positive Bilanz

Überhaupt fällt die Bilanz von Roland Dantz überaus positiv aus. Er übergibt die Lessingstadt mit etwa 90 Prozent weniger Schulden an seinen Nachfolger, als er sie vor 21 Jahren übernommen hat. In seiner Amtszeit sind viele Dinge zustande gekommen, auf die er gemeinsam mit seinem Team und der Stadtgesellschaft stolz sein kann. Dazu gehören Gewerbeansiedlungen genauso wie Straßensanierungen und die Marktplatzgestaltung. Zum Gewerbe hat der OB eine ganz klare Haltung, wenn er sagt: „Ohne Wirtschaft sind wir alle nichts“.

Staatsministerin Constanze Geiert würdigt die Zusammenarbeit mit Roland Dantz, bei der es stets um das Finden der besten Lösung gegangen sei. Er hinterlasse große Fußstapfen, so Geiert. Zu den Kamenzern sagt Constanze Geiert: „Sie brauchen in ihrer Stadt keinen Lessing und keinen Baselitz, es reicht ein Roland Dantz“.

Landrat Udo Witschas stellt fest, dass die Stadt Kamenz auf solidem Fundament stehe. Und mit Blick auf den künftigen Oberbürgermeister Michael Preuß sagt er: „Ein großer Mann geht, aber ein starker Mann kommt“.

Hohe Spendenbereitschaft

Bei dem Festakt bringen viele der Gäste Geschenke für den scheidenden OB mit und danken ihm für die geleistete Arbeit. Bereits im Vorfeld wurde darum gebeten, anstelle von Blumen für die Restaurierung der beiden mittelalterlicher Plastiken Hieronymus und Bonaventura für das Sakralmuseum St. Annen in Kamenz zu spenden. Dafür sind rund 17.000 Euro zusammengekommen.

Als Überraschung für Roland Dantz singen die Mitglieder des Männergesangsvereins Kamenz-Jesau ein speziell für ihn geschriebenes Lied zur Melodie „Schön war die Zeit“. Darin heißt es unter anderem: „Kleine Stadt am Elsterstrand, lag bei Dir in guter Hand, Ordnung, Klarheit, bürgernah, jederzeit, zwanzig Jahre und noch eins“. Und weil Roland Dantz so schön im Bass singt, wurde ihm auch gleich ein Mitgliedsantrag für den Gesangsverein übergeben. Er werde über eine Mitgliedschaft nachdenken, versprach er schmunzelnd.

„Große Füße“ des Nachfolgers

Für den künftigen neuen Oberbürgermeister Michael Preuß wird es viel zu tun geben in der Stadt. Wichtig sind ihm dabei Investitionen im Kita-Bereich und in die Innenstadt, der Ausbau des Lessingbades sowie die Jugendarbeit und die Sanierung des Jahn-Sportplatzes. Er brauche für die bevorstehenden Aufgaben ein funktionierendes Team und eine Familie, die seine neue Tätigkeit mitträgt. Beides habe er. Es mache ihn stolz, dass er am 28. September mit über 73 Prozent gewählt worden sei. Er dankt für das Vertrauen und die Wertschätzung. Und mit Blick auf die großen Fußstapfen, die Roland Dantz hinterlasse, sagt er: „Ich habe große Füße und werden die ausfüllen“. Am Dienstag, dem 2. Dezember, wird Michael Preuß im Stadtrat von Kamenz vereidigt.


Der neue Kamenzer Oberbürgermeister Michael Preuß ist ab Dezember in Amt und Würden. (Foto: M. Stark)

Roland Dantz, der nun scheidende Oberbürgermeister der Lessingstadt, zieht ein ganz persönliches Fazit, wenn er sagt: „Vor ihnen steht ein glücklicher Mensch“. Er sei im Kamenzer Rathaus „erster unter Gleichen“ gewesen. Dabei verweist er auf die kompetenten Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Und er stellt fest, dass Frieden und Gesundheit das wichtigste seien. Dies wünsche er allen Menschen. Mit Blick auf die fast fünfstündige Festveranstaltung sagt Roland Dantz: „Das ist ein unglaublicher Schlusspunkt einer langen Reise“.

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