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Verdacht auf Subventionsbetrug: Zwei Beschuldigte in U-Haft

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen eine Frau und zwei Männer wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug erhoben. Die beiden Männer im Alter von 53 und 56 Jahren sitzen in Untersuchungshaft, gegen die 60 Jahre alte Frau wurde kein Haftbefehl erlassen, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag in Dresden mitteilte.

Ihnen werden demnach unter anderem banden- und gewerbsmäßiger Subventionsbetrug in 45 Fällen zur Last gelegt. Insgesamt hätten sie bei der Sächsischen Aufbaubank und der Stadt Dresden Corona- Subventionen in Höhe von über 570.000 Euro zu Unrecht beantragt, 404.000 Euro wurden ausgezahlt.

Laut Staatsanwaltschaft war der ältere der Männer Geschäftsführer und faktischer Geschäftsführer von zwei in Dresden ansässigen Gesellschaften, die als Subunternehmen für Baufirmen überwiegend Abbruch- und Beräumungsarbeiten übernahmen. Die beiden anderen Tatverdächtigen hätten in dem Unternehmen mitgearbeitet. Der 56-Jährige sei bereits wegen Delikten der Wirtschaftskriminalität vorbestraft.

«Die Arbeitsleistung wurde dabei von rumänischen, moldauischen und griechischen Arbeitnehmern erbracht, die - ohne deren Wissen - spätestens seit Januar 2019 von den Beschuldigten zum Schein als Selbstständige mit eigener Gewerbeanmeldung verbucht und abgerechnet wurden, tatsächlich aber keinerlei unternehmerische Kenntnisse oder Ambitionen hatten», hieß es.

Spätestens Ende März 2020 sollen die Beschuldigten den Entschluss gefasst haben, für die Scheinselbstständigen alle zugänglichen Corona- Subventionen zu beantragen und die so erlangten Gelder für sich oder das Unternehmen zu behalten. Laut Staatsanwaltschaft haben sich die Beschuldigten bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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