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Staatsanwalt will Todesumstände des Geiselnehmers prüfen

Polizeifahrzeuge stehen vor dem Ammonhof. / Foto: Bodo Schackow/dpa/Archivbild
Polizeifahrzeuge stehen vor dem Ammonhof. / Foto: Bodo Schackow/dpa/Archivbild

Nach der Geiselnahme in Dresden will die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen auch die Todesumstände des Geiselnehmers untersuchen. Der Mann war am Samstag bei einem Zugriff von Spezialkräften der Polizei schwer verletzt worden und später gestorben. Beamte hatten von der Schusswaffe Gebrauch gemacht. Auch diesen Hintergrund werde man prüfen, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Gegen den Geiselnehmer selbst laufe ein Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des Totschlags. Dieses sei bereits vor seinem Tod auf den Weg gebracht worden.

Der 40-jährige Deutsche soll am Samstagmorgen seine 62 Jahre alte Mutter im Stadtteil Prohlis getötet haben. Danach wollte er mit einer Schusswaffe in Räume von Radio Dresden eindringen, was ihm misslang. Später verschanzte er sich mit dem Kind (9) einer Bekannten und einer 38 Jahre alten Angestellten in einem Büro des Einkaufszentrums Altmarkt-Galerie. Beide Geiseln blieben äußerlich unverletzt. Die Staatsanwaltschaft hatte am Sonntag noch keine Kenntnis darüber, ob der Täter legal im Besitz seiner Schusswaffe war.

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