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Kretschmer zum Fall CFC: Rechtsextreme Netzwerke zerschlagen

13.03.2019 von

Foto: dpa / Hendrik Schmidt

Nach den Vorfällen beim Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC hat Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) konsequentes Handeln angemahnt. «Wir müssen diese rechtsextremen Netzwerke zerschlagen», sagte er am Mittwoch im Landtag in Dresden. Man habe am vergangenen Wochenende einmal mehr gesehen, dass da «mehr vorhanden ist als wir gedacht haben», so Kretschmer. «Wir lassen nicht zu, dass an dieser Stelle Rechtsextremisten das Kommando übernehmen.»

Am vergangenen Samstag hatten Fans des CFC einen gestorbenen Hooligan und Rechtsextremisten mit einer aufwendigen Choreographie geehrt. CFC-Stürmer Daniel Frahn hielt zudem bei seinem Torjubel ein T-Shirt mit der Aufschrift «Support your local Hools» (Unterstütze deine lokalen Hools) hoch. Das sorgte für Empörung und rückte die Stadt Chemnitz erneut in ein schlechtes Licht. Der CFC reagierte unter anderem mit der Freistellung von Mitarbeiten.

Es sei richtig, dass die Verantwortlichen Konsequenzen gezogen hätten. «Das kann noch nicht das Ende sein. Es muss hier weitergehen. Wir brauchen da eine klare Handschrift», sagte Kretschmer. Weder die Stadt noch die CFC-Fans dürften sich solche Vorfälle bieten lassen.

«Die sportlichen Werte sind die Voraussetzung dafür, dass dieser Fußballverein eine Zukunft hat. Wenn das so weitergeht, wie wir das jetzt erlebt haben, hat er keine Zukunft - weder in der 3. Liga noch in der Liga Nord-Ost», sagte der Regierungschef. Dann würden keine Familien mehr zu den Spielen kommen und niemand werde seine Kinder mehr zum Training schicken.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Hendrik Schmidt

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