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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Leipzig pirscht sich oben ran: Was ist noch drin in der Saison?

Unsplash.com // Tobias Rehbein
Unsplash.com // Tobias Rehbein

RB Leipzig arbeitet sich in der Saison 2022/23 unter Marco Rose nach oben. Sie spielen sicherlich um die Meisterschaft, wenn die Formkurve so bleibt.

Ein historisch schwacher Saisonstart führte dazu, dass sich RB Leipzig zunächst weit von der Tabellenspitze entfernte. So konnten die Roten Bullen aus den ersten fünf Spielen nur einen einzigen Sieg holen. Mittlerweile befindet sich die Mannschaft aber inmitten einer beeindruckenden Aufholjagd. Durch eine Serie von Erfolgen befindet sich RB Leipzig wieder in Tuchfühlung mit der Tabellenspitze der deutschen Fußball-Bundesliga. 

Inzwischen dürfte auch die Konkurrenz die Mannschaft aus Sachsen wieder auf dem Zettel haben. Der Leistungsaufschwung der Roten Bullen zeigt sich auch in den Quoten der Buchmacher. Bei den Bundesliga-Wetten gehört die Mannschaft wieder zu den heißesten Eisen. Die Ambitionen im Verein des Brauseherstellers sind wie immer groß. Auf die Leipziger wartet eine spannende und herausfordernde Saison 2022/23. 

Ein Rückblick: Trainerwechsel als Erfolgsrezept!

Die Saison startete für RB Leipzig denkbar schlecht. Unter dem ehemaligen Trainer Domenico Tedesco tat sich die Mannschaft zunächst schwer. So misslang der Auftakt in der Champions League gegen Schachtar Donezk mit einer deutlichen 1:4-Niederlage. Darüber hinaus misslang dem Team der Start in der heimischen Bundesliga. Enttäuschende fünf Punkte standen nach fünf Spieltagen für die Sachsen zu Buche. Zu wenig für das Aushängeschild des Sports in Sachsen. 

Die Verantwortlichen handelten schnell. Trainer Domenico Tedesco wurde entlassen und innerhalb kürzester Zeit durch den ehemaligen Dortmund-Trainer Marco Rose ersetzt. Mit ihm konnte der Club einen Fußballlehrer finden, der das Konzept des Fußballunternehmens bereits aus seiner Vergangenheit kennt. Zwischen 2017 und 2019 trainierte 46-jährige Deutsche bereits äußerst erfolgreich den österreichischen Spitzenclub RB Salzburg. 

Dementsprechend benötigte der neue Trainer wenig Eingewöhnungszeit. Schnell fand RB Leipzig unter ihm zurück in die Erfolgsspur. In der Champions League und auch im DFB-Pokal qualifizierten sich die Roten Bullen für die nächste Runde. Und auch in der Bundesliga zeigte sich die verbesserte Form schnell auch in den erzielten Ergebnissen. Durch eine Reihe von Siegen in der Bundesliga arbeitete sich die Mannschaft von Spieltag zu Spieltag in höhere Tabellenregionen. 

Bisher kann der vorgenommene Wechsel auf der Trainerbank demnach als voller Erfolg gewertet werden. Doch die laufende Saison ist noch lang und der ambitionierte Verein hat noch viel vor. 

RB Leipzig ist titelreif: hochwertiger Kader mit erstem großem Titel im Gepäck

Schon in den vergangenen Spielzeiten gehörte RB Leipzig bei den Experten zu den größten Favoriten auf die deutsche Meisterschaft. Eine junge und hochtalentierte Mannschaft mit einem erfolgreichen Spielplan sorgte für Begeisterung. In den ersten Jahren gelang allerdings kein Titelgewinn. 

Mit dem Gewinn des DFB-Pokals am Ende der vergangenen Saison schafften die Leipziger Historisches. Der erste große Titel in der Vereinsgeschichte wurde gewonnen. Endlich zeigte die Mannschaft, dass sie auch in großen Partien ihre Leistung abrufen kann. Spätestens seitdem ist klar: RB Leipzig ist titelreif.

Nach außen werden Titelambitionen in der deutschen Fußball-Bundesliga nicht kommuniziert – außer von Rekordmeister Bayern München. Doch mit einer so hochwertig besetzten Mannschaft muss der Verein aus Sachsen als ernstzunehmender Titelkandidat gehandelt werden. 

Neben dem DFB-Pokal-Sieg stellte RB Leipzig in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit auch die beste Mannschaft der Rückrunde. Zusammen mit Konkurrent Bayer 04 Leverkusen durften sich die Sachsen mit der inoffiziellen Rückrundenmeisterschaft küren. In der Europa League wurde ins Halbfinale eingezogen. Zwar scheiterte die Mannschaft hier durchaus enttäuschend an den Glasgow Rangers, in der Nachbetrachtung der Saison zeigten sich Fans, Verantwortliche und Spieler trotzdem überaus zufrieden mit der abgerufenen Leistung. 

Die guten Leistungen weckten bei einigen Spielern natürlich auch Begehrlichkeiten von anderen Vereinen. Bisher verlor die Mannschaft nach jeder Spielzeit einige der eigenen Leistungsträger. Diesmal konnte der Verein das Grundgerüst des Erfolgskaders aus der vergangenen Spielzeit zusammenhalten. Ausschließlich einige Reserve- und Rotationsspieler verließen im Sommer den Verein. 

Mit der durchaus überraschenden Vertragsverlängerung von Top-Spieler und „Player of the Season“ Christopher Nkunku setzte der Verein sogar ein großes Ausrufezeichen unter die eigenen Ambitionen.  Darüber hinaus wurde der ohnehin starke Kader punktuell verstärkt. In der Mittelfeldzentrale konnte Xaver Schlager vom VfL Wolfsburg verpflichtet werden. 

Außerdem gehören zwei deutsche Nationalspieler zu den namhaften Neuverpflichtungen. Mit Außenverteidiger David Raum konnte einer der Shootingstars aus der abgelaufenen Spielzeit von der TSG aus Hoffenheim verpflichtet werden. Im Gegenzug wechselte der Leipziger Angeliño zur TSG. Einen echten Transfer-Hammer landeten die Sachsen mit der Rückholaktion von Timo Werner. Der deutsche Stürmer wurde vom englischen Spitzenclub Chelsea London verpflichtet. 

Dementsprechend lautete die erfolgversprechende Devise: auf dem bisherigen Erfolg aufbauen, die eigenen Leistungsträger halten und die Mannschaft punktuell verstärken. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Trainerwechsel scheint diese Strategie mittlerweile zu fruchten. 

In aufsteigender Form: RB Leipzig ist im Aufwind

So scheint die Chemie zwischen dem neuen Trainer Marco Rose und der Mannschaft zu stimmen. Der Kader kennt sich und ist dank des bestehenden Grundgerüstes eingespielt. Darüber hinaus zeigt sich die Mannschaft taktisch ausgesprochen variabel.

Durch die vielen Spiele in der Champions League, Europa League und dem DFB-Pokal in der vergangenen Saison konnte die Mannschaft wichtige Erfahrungen sammeln. National- wie International sammelte RB Leipzig Finalerfahrungen und lernte sowohl große Niederlagen als auch das Gefühl des Triumphs kennen. Solche Partien auf höchstem Niveau benötigt das junge Team auf dem Weg zu einer internationalen Spitzenmannschaft. 

Mittlerweile wirkt das Gebilde RB Leipzig stabil und kann neben den hochwertigen Einzelspielern auch auf die gewonnenen Erfahrungen als Mannschaft setzen. Das könnte den Roten Bullen als echtes Faustpfand in der laufenden Saison dienen.

Fazit: RB will in den Titelkämpfen noch ein Wörtchen mitreden! 

Dass die Mannschaft von RB Leipzig die Qualität hat, Titel zu gewinnen, ist spätestens seit dem Gewinn des DFB-Pokals in der abgelaufenen Spielzeit klar. Mit Blick auf die heimische Bundesliga ist allerdings davon auszugehen, dass ein möglicher Meisterschaftsgewinn wohl vor allem auch von der Leistung von Rekordmeister Bayern München abhängt. 

Die Münchener konnten die vergangenen zehn nationalen Meisterschaften für sich entschieden. Das hat bisher kein anderes Team in einer europäischen Top-Liga geschafft. In achte dieser Spielzeiten beendeten die Bajuwaren die Saison sogar mit einem zweistelligen Punkte-Vorsprung. 

Auch in dieser Spielzeit besitzt der FC Bayern München wohl den mit Abstand besten Kader der deutschen Bundesliga. Trotz des Abgangs von Torjäger Robert Lewandowski dominiert die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann die Liga. Selbst ein zwischenzeitliches Formtief steckte das Star-Ensemble aus dem Süden Deutschlands weg. 

So wird am Ende wohl nicht allein die Leistung der Leipziger über den Ausgang der laufenden Spielzeit entscheiden. Vor allem die starke Konkurrenz aus dem Süden Deutschlands könnte den großen Ambitionen der mittlerweile in Form gekommenen Roten Bullen einen Strich durch die Rechnung machen. 

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