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Verfassungsschutz: Kleingärten mögliche Neonazi-Teffpunkte

10.10.2018 von

Foto: dpa / Jens Wolf

Sachsens Verfassungsschutz sieht Kleingärten als mögliche Treffpunkte von Neonazis. Die Gärten seien eine von vielen möglichen Optionen für Rechtsextreme, Treffen zu veranstalten, sagte Verfassungsschutz-Sprecher Martin Döring am Mittwoch zur Deutschen Presse-Agentur. Zwei am selben Tag veröffentlichte Antworten auf parlamentarische Anfragen der Grünen hatten ergeben, dass seit Anfang des Jahres acht Neonazi-Veranstaltungen in sächsischen Kleingärten bekannt geworden sind. In den Jahren 2014 bis 2017 wurden dort laut der Antwort von Innenminister Roland Wöller (CDU) 44 Veranstaltungen bekannt.

«Kleingärten sollen Orte der Erholung sowie der Freude an der Natur und am Gärtnern sein und nicht Orte neonazistischer Betätigung», erklärte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, Valentin Lippmann. Bei den Treffen handelte es sich nach Angaben des Innenministeriums zum überwiegenden Teil um Treffen und Partys von Szeneangehörigen, die selbst Gartengrundstücke besaßen. Es habe jedoch auch Konzerte mit bis zu 160 Teilnehmenden unter den Veranstaltungen gegeben.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Jens Wolf

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