Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat sich fassungslos über den Einmarsch Russlands in die Ostukraine gezeigt. «Meine Gedanken sind bei den Menschen, die jetzt in unfassbarer Angst aufgewacht sind. Nie hätte ich gedacht, dass dieser Überfall mitten in Europa im Jahr 2022 möglich sein könnte», schrieb Jung am Donnerstag auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Er sei in den vergangenen Jahren oft in Leipzigs Partnerstadt Kiew gewesen, deren Bürgermeister Vitali Klitschko er gerne einen Freund nenne. «Stoppt diesen Krieg. Sofort», schrieb Jung.
Am Vortag hatte der SPD-Politiker bereits in einer Video-Botschaft seine Solidarität mit der Partnerstadt ausgedrückt. «Liebe Freundinnen und Freunde in Kiew, in diesen für euch schweren Stunden möchte ich euch zurufen: Wir stehen an eurer Seite», sagte Jung in einem Video-Statement, das die Stadt am Mittwochabend und damit wenige Stunden vor dem russischen Einmarsch in die Ostukraine veröffentlichte.
Kiew sei Leipzigs älteste Partnerstadt, sagte Jung. Die beiden Kommunen seien verbunden durch ihre friedlichen Revolutionsgeschichten. «Als Oberbürgermeister möchte ich dieses Band betonen und meine tiefe Betroffenheit angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffs auf die ukrainischen Grenzen betonen», sagte der SPD-Politiker und unterstrich den Willen der Stadt, die Partnerschaft mit Kiew weiter zu intensivieren.
An den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko gewandt fragte er: «Was können wir darüber hinaus ganz praktisch tun? Bitte melde dich, lieber Vitali.» Er wünsche Klitschko und den Bürgerinnen und Bürgern Kiews Kraft, Mut und Zuversicht in diesen bedrückenden Zeiten.
Nach Angaben der Stadt steht das Referat Internationale Zusammenarbeit im engen Kontakt mit der Stiftung Friedliche Revolution, dem Verein Europa Maidan Leipzig, dem internationalen Runden Tisch und der Ukrainischen Gemeinde in Leipzig. Noch im Frühjahr dieses Jahres solle es einen Runden Tisch mit den verschiedenen Akteuren geben. Zudem liefen Planungen im Programm des 60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft weiter, das im Doppeljahr 2021/22 gefeiert wird.
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