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Abgeordnete: Geteiltes Echo auf Organspende-Entscheidung

16.01.2020 von

Foto: Alexander Krauß (CDU), Bundestagsabgeordneter, spricht im Deutschen Bundestages. Foto: Gregor Fischer/dpa

Die Reaktionen von Sachsens Bundestagsabgeordneten auf die Entscheidung gegen eine Widerspruchsregelung bei Organspenden ist gemischt. CDU-Politiker Alexander Krauß bedauert den Beschluss. «An der Situation, dass jährlich 1000 Menschen in unserem Land sterben, weil sie kein Spenderorgan bekommen, wird sich leider nichts ändern», teilte der Abgeordnete am Donnerstag mit.

Er befürwortete die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Widerspruchslösung - diese wurde vom Bundestag am Donnerstag abgelehnt. Das nun angestrebte Organspenderegister wertete Krauß aber positiv. Dadurch müsse künftig nicht mehr nachgeforscht werden, ob ein Organspendeausweis ausgefüllt wurde.

Krauß' sächsischer FDP-Kollege im Bundestag, Jürgen Martens, lehnte die Widerspruchslösung hingegen ab. «Wer über sich selbst bestimmen und ein derart elementares Thema nicht dem Staat zur Entscheidung überlassen will, der sollte von seinem Recht auch Gebrauch machen, sich informieren und sich erklären», teilte Martens am Donnerstag mit. Er begrüßte die Entscheidung.

Der Bundestag hatte zuvor eine moderate Reform der Organspenderegeln in Deutschland beschlossen. Die Bürger sollen künftig mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema angesprochen werden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Alexander Krauß (CDU), Bundestagsabgeordneter, spricht im Deutschen Bundestages. Foto: Gregor Fischer/dpa

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