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Verloren geglaubtes Bernini-Meisterwerk in Dresden entdeckt

Ein bisher verloren geglaubtes Meisterwerk des berühmten Bildhauers Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) ist in der Dresdner Skulpturensammlung entdeckt worden. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sprachen in einer Mitteilung vom Freitag von einer «sensationellen Entdeckung». Der lebensgroße und real wirkende menschliche Totenkopf aus weißem Carrara-Marmor könne ihm nun eindeutig zugeschrieben werden. Ab dem 28. Mai ist er das Highlight der Ausstellung «Bernini, der Papst und der Tod» im Semperbau am Zwinger zu sehen - und ab 1. Juni in digitaler Form auf der SKD-Homepage.

Der Marmorschädel stammt den Angaben nach aus der Sammlung Chigi in Rom, die Sachsens legendärer Kurfürst-König August der Starke 1728 ankaufen ließ. Im Zuge von Recherchen in Vorbereitung der Ausstellung stellte sich heraus, dass ein damals erwähnter «berühmter Totenkopf» tatsächlich aus der Hand Berninis stammt, so die SKD. Die Skulptur, die Papst Alexander VII. 1655 bei dem Bildhauer für den Schreibtisch des Pontifex bestellt hatte, war bisher ohne Zuordnung im Bestand des Museums.

Die Schau beleuchtet die Pest in Rom 1656/57, die Alexander VII. mit Quarantäne, Masken oder Stilllegung des öffentlichen Lebens erfolgreich bekämpfen ließ. Kapitel etwa zur Familie Chigi oder zum Werk des Dresdner Hofbildhauers Balthasar Permoser sollen den Totenkopf in einen breiten Kontext von Werken aus eigenen Beständen stellen. Dazu kommt eine Leihgabe aus dem Besitz des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens in Rom: ein Porträt Alexander VII. mit Berninis Totenkopf in der Hand.

Vorschau zur Ausstellung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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