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Ostrale-Beirat für Nutzung der Robotron-Kantine als Kunstort

Die Dresdner Kunstausstellung Ostrale setzt auf die Kantine des früheren DDR-Mikroelektronik-Kombinats Robotron als festen Spielort. «Die «robotron-Kantine» muss ein Ort für neue Kunst werden» - so ist ein am Mittwoch veröffentlichter Aufruf des neuen Ostrale-Beirats überschrieben. «Überfällig - Handeln statt reden!», forderte Mitunterzeichner und Architekt Peter Kulka bei der Präsentation. Die Ostrale soll nach Angaben ihrer Macher Rückgrat und Gesicht des Hauses sein, das sie bisher nur temporär bespielen darf.

Es fehle noch immer ein Platz zur Förderung, Präsentation und Vermittlung des Neuen in der Kunst, argumentierten die Ostrale-Förderer. Angesichts des Mangels an bezahlbaren Ateliers, Abwanderung von Absolventen der Kunsthochschule und des derzeit im Umfeld entstehenden Wohnquartiers dränge die Zeit. Es brauche eine Entscheidung «so schnell wie möglich».

Der VEB Kombinat Robotron war bis zur Auflösung 1990 der größte Computerhersteller der DDR, Entwicklungsabteilung und Zentrale befanden sich in Dresden. Die vor dem Abriss bewahrte Kantine, ein Architekturzeugnis der Ostmoderne, sei geeignet, auch unterschiedliche Strömungen zeitgenössischer Kunst zu zeigen und so zum offenen Diskurs in der Kulturstadt Dresden anzuregen, sagte Kulka. «Solche Orte braucht Dresden!»

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