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Zwei Frauen getötet und Leichen zerstückelt

Das Schild am Eingang zum Landgericht Leipzig. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/archivbild
Das Schild am Eingang zum Landgericht Leipzig. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/archivbild

Ein Mann hat vor fünf Jahren zwei Frauen in Leipzig getötet, die Leichen zerteilt und wie Müll entsorgt. Dafür ist der heute 42-Jährige bereits rechtskräftig wegen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Am Landgericht Leipzig wurde nun am Freitag erneut über die Strafzumessung verhandelt. Diese hatte der Bundesgerichtshof beanstandet und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen.

Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen. Der Angeklagte habe zwei Menschen getötet, begründete der Anklagevertreter seine Forderung. Zudem seien die Taten besonders verwerflich gewesen.

Der aus der Mongolei stammende Mann hatte eingeräumt, 2016 innerhalb von einem halben Jahr eine 43-jährige und eine 40-jährige Frau nach jeweils zuvor gemeinsam verbrachten Nächten erwürgt zu haben. Anschließend zerteilte er die Leichen in seiner Wohnung und entsorgte die Teile im Elster-Flutbecken sowie im Hausmüll, in der Toilette und in einem Abbruchhaus.

Für die Verteidigung ist die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld dagegen unangemessen. Direkt vor der ersten Tat habe das Opfer gedroht, seinen Mandanten wegen einer Vergewaltigung anzuzeigen, die nicht stattgefunden hatte, betonte Rechtsanwalt Stefan Wirth in seinem Plädoyer. Dies müsse strafmildernd berücksichtigt werden. Das zweite Opfer hatte in der Tatnacht zudem dem Angeklagten den Wunsch mitgeteilt, sterben zu wollen.

Das Urteil sollte noch am Freitag verkündet werden.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH