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Gericht beendet Befragung des Zschäpe-Gutachters

22.02.2017 von

Nach mehrwöchiger Befragung hat das Münchner Oberlandesgericht (OLG) im NSU-Prozess am Mittwoch den Gutachter der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe, Henning Saß, entlassen. Saß hatte am 17. Januar sein psychiatrisches Gutachten erstattet und war danach in mehreren Runden vor allem von den Zschäpe-Verteidigern befragt worden. Keine der Prozessparteien widersprach seiner Entlassung, mit der die Begutachtung Zschäpes abgeschlossen ist. Ihre drei ursprünglichen Pflichtverteidiger kündigten allerdings einen Antrag an, um die Verwertung seiner Befunde für das Urteil zu verhindern. Saß hatte Zschäpe volle Schuldfähigkeit attestiert. Unter bestimmten Bedingungen könne von ihr auch in Zukunft noch eine Gefahr ausgehen.

Zschäpe ist wegen Mittäterschaft an der überwiegend rassistisch motivierten Serie von zehn Morden des «Nationalsozialistischen Untergrunds» angeklagt. Der Prozess läuft seit bald vier Jahren. Nach der Entlassung des Gutachters erwarten die Prozessparteien jetzt auch ein baldiges Ende der Beweisaufnahme. Den für Donnerstag angesetzten Verhandlungstermin strich das Gericht. Der NSU-Prozess geht nach den bayerischen Faschingsferien am 7. März weiter.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Peter Kneffel

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