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Bundesanwaltschaft nimmt sich NSU-Helfer vor

Die Bundesanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer im NSU-Prozess den mutmaßlichen Terrorhelfer André E. als engsten Eingeweihten des «Nationalsozialistischen Untergrunds» bezeichnet. Das Trio aus Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt habe E. ein «besonderes, exklusives Vertrauen» entgegengebracht, während es ansonsten auch gegenüber Gleichgesinnten «ein Regime der Abschottung etabliert» habe, sagte Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht in München.

E. habe bereits kurz nach dem Abtauchen des NSU-Trios engen Kontakt aufgebaut und von Anfang an die Gesinnung und die Ziele der drei geteilt, sagte Weingarten. Er habe gewusst, dass die drei mit Schusswaffen und Sprengstoff Zuwanderer töten wollten und ihren Lebensunterhalt mit der Beute aus Überfällen bestritten. Er habe mehrmals Wohnmobile gemietet, mit denen Mundlos und Böhnhardt zu Tatorten gefahren seien.

Zschäpe lebte fast 14 Jahre mit Mundlos und Böhnhardt im Untergrund. Während dieser Zeit ermordeten die beiden Männer zehn Menschen. Das Motiv war in fast allen Fällen Fremdenhass. Zschäpe ist wegen Mittäterschaft an den Taten angeklagt.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Peter Kneffel