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Sachsen verliert 122 Apotheken in einem Jahrzehnt

Sachsen verliert 122 Apotheken in einem Jahrzehnt
Apotheken in Sachsen kämpfen mit steigenden Betriebskosten. (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Explodierende Kosten, eingefrorene Honorare: Apotheken in Sachsen kämpfen ums Überleben. Der Verband sieht strukturelle Probleme.

Sachsen hat in den vergangenen zehn Jahren 122 Apotheken verloren. Im vergangenen Jahr gaben in Sachsen 18 Apotheken ihren Betrieb auf – bei nur fünf Neueröffnungen, wie der sächsische Apothekerverband und die Landesapothekerkammer mitteilten. Derzeit gibt es im Freistaat demnach noch 867 Apotheken. 

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«Geschlossen haben vor allem jene Apotheken, die dem anhaltenden finanziellen Druck nicht mehr standhalten konnten», sagte Thomas Dittrich, Vorsitzender des Apothekerverbandes, laut Mitteilung. Für die verbleibenden Apotheken habe sich die wirtschaftliche Lage nicht verbessert. «Die strukturellen Probleme bestehen unverändert fort.»

Honorar seit über zehn Jahren eingefroren

Verband und Kammer kritisieren etwa, dass das Honorar seit 2013 eingefroren worden sei, während die Nominallöhne in Deutschland in dieser Zeit um fast 40 Prozent gestiegen seien. Gleichzeitig seien die Betriebskosten, wie in allen anderen Branchen, schier explodiert. 

Göran Donner, Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer, warnte vor einer stärkeren Belastung von Arztpraxen, Krankenhäusern und Krankenkassen, sollte sich die Schließungswelle fortsetzen. Es werde nicht erkannt, wie sehr Apotheken mit ihrem niederschwelligen Beratungsangebot das Gesundheitssystem entlasten.

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