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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Branche soll Vorzüge der Digitalisierung besser nutzen

Das sächsische Gastgewerbe nutzt die digitale Welt bislang noch unzureichend. «In Sachsen besitzen zwar fast alle Betriebe eine eigene Website, aber nur etwas mehr als die Hälfte bewirbt seinen Betrieb aktiv auf Social Media Kanälen und nur etwas mehr als die Hälfte der Beherbergungsbetriebe sind über Buchungsportale angebunden», sagte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) am Montag bei einem Termin am Lichtenhainer Wasserfall in der Sächsischen Schweiz. Mittlerweile würden Informationen, Kontakte und Buchungen aber zum großen Teil über das Internet laufen.

«Unternehmen, die heutzutage nicht online auffindbar und letztlich auch buchbar sind, können auf lange Sicht nicht am Markt bestehen. Deshalb ist es so wichtig, dass sich die Betriebe jetzt auf den Weg machen», sagte die Ministerin. Berater des Landestourismusverbandes (LTV) würde die Betriebe im Rahmen eines neuen Vorhaben dabei unterstützen. Das Projekt «Tourismus 360 Grad Digital» helfe kleinen und mittelständischen touristischen Unternehmen bei der Digitalisierung. Bislang seien schon 20 Betriebe abschließend beraten worden, bei 14 weiteren laufe das noch. Das Ministerium stelle im aktuellen Doppelhaushalt dafür rund 500.000 Euro bereit.

Die aktuelle Lage im Tourismus zeige derzeit ein optimistisches Bild. «Doch der Ausblick auf den Herbst und Winter ist eingetrübt. Die unvorhersehbaren Entwicklungen mit Blick auf Energiekosten, Inflation und Pandemieentwicklung dämpfen Konsum- und Investitionsfreude. Dazu kommt der Arbeits- und Fachkräftemangel, von dem die Tourismusbranche besonders hart betroffen ist», hieß es vom Ministerium.

Beim Thema Digitalisierung geht es schwerpunktmäßig vor allem um die Komplexität bei der Umstellung digitaler Systeme, fehlende personelle Ressourcen und die große Vielfalt an immer neuen technischen Lösungen, sagte LTV-Direktor Manfred Böhme: «Ein stabiles Netz und die Verfügbarkeit eines schnellen Internetanschlusses sind wesentliche Grundlagen, für die es besonders im ländlichen Raum noch Nachholbedarf gibt. Vielfach sind auch geringes Eigenkapital für Investitionen, fehlende Informationen zu Fördermöglichkeiten und der Umgang mit Verwaltungsverfahren Hemmnisse.»

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