Die AfD im Sächsischen Landtag hat einen Mangel an Schulleitern kritisiert. Derzeit seien insgesamt 200 Stellen von Schulleitern und ihren Stellvertretern nicht besetzt, sagte der Abgeordnete Rolf Weigand am Dienstag mit Blick auf eine Kleine Anfrage im Parlament. «Jede Schule braucht einen Schulleiter als zentralen Ansprechpartner und zur Organisation zahlreicher Abläufe. Es ist äußerst suboptimal, wenn diese Aufgaben auf andere Lehrer über einen längeren Zeitraum abgewälzt werden.» Auf Dauer führe das zur Überlastung, mache den Beruf des Lehrers unattraktiv und beeinträchtige auch die pädagogische Qualität, betonte Weigand.
Das Ministerium relativierte die Befürchtungen. «Trotz der unbesetzten Stellen ist keine Schule ohne Leitung», sagte Referentin Susann Meerheim auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Stellvertreterin oder der Stellvertreter des Schulleiters oder auch eine andere Lehrkraft würden dann mit der Wahrnehmung seiner Aufgaben beauftragt. Das Kultusministerium befinde sich schon seit längerem mit den Verbänden im Austausch zu Entlastungsmöglichkeiten. Ziel sei es, die Attraktivität einer Übernahme von Leitungsfunktionen zu erhöhen. Zu den schon vereinbarten Entlastungen zähle beispielsweise die Einstellung von Schulverwaltungsassistenten.
In einem Antrag an das Parlament forderte die AfD-Fraktion eine Quote für Lehrer auf dem Lande und die Einrichtung einer pädagogischen Hochschule zur Lehrerausbildung.
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten